Ich beginne jedes neue Projekt damit, alles zu reinigen und aufzuräumen. Das ist eine mentale Vorbereitung. Während ich dabei bin, arbeite ich in meinem Kopf und fange an zu planen. Ich sehe mir meine Garne an und vergleiche sie. Ich betrachte die Farben.
Das Weben ist eine so repetitive Kunstform. Ich versuche, einen nicht-repetitiven Ausdruck zu vermitteln. Ich arbeite intensiv mit Wiederholung. Das erfordert viele Proben. Zuerst mache ich schwarz-weiße Proben. Ich arbeite gerne mit Technik. Dabei mache ich den technischen Teil so einfach wie möglich.
Der Webstuhl hat seine eigene Logik. Er bietet so viele Möglichkeiten. Wenn man mit Schwarz und Weiß arbeitet, achtet man auf die Textur und ihre Möglichkeiten. Ich versuche, es zu vereinfachen, aber dafür braucht man technisches Wissen.
Aber ich kenne meinen Webstuhl. Wir haben schon viel gemeinsam durchgemacht. Ich versuche, etwas Intuitionelles, Unerwartetes zu erzwingen. Für manche mag es ein Hindernis sein, dass das Weben so technisch ist. Man kann sich in technischen Details verlieren. Aber wenn ich unvorbereitet mit Proben arbeite, können Dinge entstehen, schöne Dinge.